Zugegeben, der Ackerbürger ist kein besonders günstiges Restaurant. Trotzdem ist das Essen dort jeden Cent wert und durchaus auch für die Klientel bezahlbar, die auf besagten Cent schauen muss.
Das Restaurant in Bad Cannstatt ist mit öffentlichen Verkehrsmittel recht gut zu erreichen. Von der Stadtbahnhaltestelle Wilhelmsplatz sind es nur ein paar fußläufige Minuten. Wer unbedingt mit dem Auto kommen will, sollte mit dem Parkplatzproblem einer innerstädtischen Lage zurechtkommen.
Das Ackerbürgerhaus wurde 1550 (kein Tippfehler!) an die alte Stadtmauer gebaut und man ist geneigt zu glauben, daß es sich noch im ursprünglichen, historischen Zustand befindet. Die Treppe zum Restaurant im ersten Stock war für mittelalterliche Körperbreiten und -höhen wahrscheinlich ausreichend. Die wohlgenährten und großgewachsenen Staturen unserer Überflußgesellschaft ecken schon mal an. Beim Aufstieg ins Restaurant muss man sich zwar nicht anseilen, sollte jedoch auf jeden Fall den Kopf einziehen. Für Behinderte ist die Treppe ohne Hilfe unüberwindlich.
Im Restaurant sitzt man dicht an dicht und fühlt sich trotzdem wohl! Wer sich absondern möchte, kann dies im “Separée”. Dort gibt es einen intimen Tisch für Turteltauben, die unter sich bleiben wollen.
Zum Essen sei angemerkt: Ich habe jedesmal vorzüglich gegessen, fühle mich dort sehr wohl und kann es jedem empfehlen.
Zu den Schattenseiten guter Restaurants gehört es, daß der spontane Besuch in der Regel nicht möglich ist. Ohne Voranmeldung findet man auch im Ackerbürger selten einen Platz.
Die Webseite des Ackerbürgers: www.ackerbuerger.de