Das Kaufland im Cannstatter Carré kann sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. An Wochenenden muss man bereits Wartezeiten in Kauf nehmen, wenn man nur einen Einkaufswagen möchte.
Außerhalb des eigentlichen Geschäftsbereiches des Kauflandes ist die Leergutrückgabe angesiedelt. Inbesondere nach Veranstaltungen ist es für normale Kunden kaum mehr möglich ihre wenigen Pfandflaschen hier los zu werden, geschweige denn ohne Rempler hier vorbei zu kommen. Flaschensammler mit riesigen Tüten und vollen Wägen stehen hier Schlange und verdienen sich mit dem in der näheren Umgebung gesammeltem Leergut ein kleines Zubrot. Da Schleyerhalle und Stadion nicht weit entfernt sind und Veranstaltungen recht häufig sind, ein sich ständig wiederholendes Problem. Nichts gegen die Menschen die nur Aufsammeln was andere achtlos wegwerfen. Aber für diesen Ansturm ist diese Kaufland-Rückgabestelle nicht geeignet. Dazu kommt der infernalische Gestank verschütteter Bier- und Limonadenreste.
Die Infotheke des Kauflandes, die sich um die Taschenaufbewahrung und -rückgabe, Garantieabwicklung, verlorene Kinder oder Eltern und viele weitere Einkaufsprobleme ihrer zahlreichen Kunden kümmern muss, ist regelmässig unterbesetzt und überfordert. Wartezeiten sind hier die Regel.
Im Kaufland selbst fällt auf, dass die Regale während den Haupteinkaufszeiten aufgefüllt werden. Kunden durfen um die Lagerpaletten Slalom laufen und über liegengebliebene Kartonagen stolpern. Eine Pappregalreihe mit Ein-Euro-Artikeln ist seit Wochen zerfleddert und so vollkommen durcheinander, das sie eher Müllhaldencharakter vermittelt. Generell sind viele wichtige Artikel häufig ausverkauft und trotz des ständigen Auffüllens nicht verfügbar. Mittlerweile versucht man den Umsatz zu mit Sonderangeboten aus dem Non-Food-Bereich zu steigern und nützt dafür die Verkehrswege, die immer enger werden.
Das Managment führt hier eine der unansehnlichsten, unaufgeräumtesten und schmutzigsten Kaufland-Filialen, die ich kenne.
Dabei geben sich die Angestellten tatsächlich viele Mühe. Die Damen und Herren an der Kasse fragen bei jedem Einkauf nach erkannten Problemen und notieren diese geflissentlich. Leider scheint jedoch die Führungsebene diese Listen nicht zu lesen.